Die Musikkultur der Usbeken gehört zu den Ältesten der Welt, und sie legt davon Zeugnis ab, dass es bereits seit dem Altertum einen hohen Entwicklungsstand gab.
Die bereits im vorigen Jahrhundert von Gelehrten begonnenen Ausgrabungen und Untersuchungen im Gebiet eines der großen politischen Zentren des alten Usbekistan - Sogdiana (3. bis 1.Jh. v. Chr.) in der Siedlung Afrosiab nahe Samarkand, wie auch im Tempel Buddhas bei Termez bestätigen, dass es eine große Vielfalt von Musikinstrumenten gab. Sie zeigen die enge Verbindung und die Wechselwirkung der unterschiedlichen Musikkulturen, die Verbindung zwischen Kunst und den verschiedenen Religionen. Begünstigt und aktiviert wurde dieser Prozeß auch durch die Große Seidenstraße, die zu jener Zeit Osten und Westen miteinander verbunden und ermöglicht hat, daß Kunstwerke - darunter auch Musikinstrumente - eine Verbreitung erfahren haben. Einige davon dienten als Prototyp für die Musikinstrumente verschiedener Länder (arabische Ud, europäische Laute, chinesische Pipa, japanische Biwa usw.) und spielten eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Musikkulturen sowohl des Ostens als auch des Westens.
Die in die Tiefen der Jahrhunderte eindringende Musizierart usbekischer Ensembles hat heute einen aktiven Anteil an der modernen Instrumentalkunst. Das Ensemble »Sogdiana«, das auf Initiative von Prof. A. Ch. Liwijew und der Dozentin F. R. Abdurachimowa vom Taschkenter Konservatorium M. Aschrafi im September 1991 gegründet wurde, stellt sich das Ziel, einen großen Zuhörerkreis mit der Vielfalt des usbekischen Musikinstrumenten-Schatzes (mehr als 20 verschiedene Arten), mit dem Reichtum der musizierpraktischen Möglichkeiten und dem hohen beruflichen Niveau der Darbietenden bekannt zu machen.